womabil - Umbau:

Vom Pickup zum womabil. Ein langer und alter Gedanke wurde verwirklicht




Von der ersten "Planung" auf einem Prospekt...

...über Zeichnungen und Überlegungen...

diverse Kabinenformen und Farben wurden durchgespielt. Mal ein paar Zentimeter länger, mal eine Schräge steiler oder kürzer. Markise unten vorne an den Alkoven oder doch lieber auch als Regenschutz über die Türe? Heckanschrägung ausreichend? Radkästen verblenden oder frei lassen ? Tankstutzenausschnitt oder Klappe? Und dann die Farbwahl - oohhh ;-(  am liebsten natooliv oder mausgrau, aber auch nicht zu dunkel wegen der Sonneneinstrahlung.  Nun haben wir RAL1002 sandgelb, welches aber etwas gelber ist als das Natosand, welches lange Zeit ganz oben stand in der Farbwahl. 

Nun zum Umbau:


Der Rohbau beginnt

Nein ;-) , die braunen Flecken an der Hecktraverse sind kein Rost. Die Flecken sind auch auf dem Gummi- Spritzlappen links unten erkennbar, Andenken aus Langenaltheim.

Der Kabinenunterrahmen aus Vierkantrohr ST52 und Winkelprofilen. Dieser dient nur der Absetzbarkeit auf dem Fahrzeughilfsrahmen und der Zentrierung beim Aufsetzen der Kabine, weniger aus Stabilitätsgründen, da die GFK/PU Wände der Kabine selbsttragend sind.

Feuerverzinken und Kurbelhubstützen anpassen


Hochzeit ;-)  bei ormocar 

Die Dachplatte bildet mit der Rückwand und dem Alkovenboden eine einzige Platte. Diese ist 11,5 m lang und innen für die Gehrungen/Radien eingekerbt. Der Plattenaufbau setzt sich zusammen  aus 2 mm GFK außen, 37 mm PU-Schaum und 1,5 mm GFK innen. Ergibt 41,5 mm Gesamtstärke, etwas 2K Kleber ist auch noch dabei. 

Bei der Bodenplatte sind es außen 3 mm GFK und innen 37 mm PU, zusätzlich eine 12 mm Sperrholzplatte auf Längslattung zum Aufnehmen des Bodendrucks der Einbauten. 

Rahmenfrei Stoß-auf-Stoß verklebt. 

Zum Stabilisieren, Abdichten und als Kantenstoßschutz dienen GFK Winkelleisten die vollflächig aufgeklebt werden. An den Stößen und Ecken hab ich zusätzliche Aufdopplungen aufgeklebt. 


volle "Stehhöhe" im Alkoven 


Innenrohbau

Wassertanks und Batterien im Doppelboden

Darüber rechts die "Nasszelle" mit dem PortaPoti, Schuh und Nassklamottenablage



Der Innenausbau nimmt Gestalt an:

im Doppelboden findet von der Eingangstüre aus der Dreitritt platz

..und in der offenen Stufe die Schmutzschuhe beim Einsteigen...




Küchenbeleuchtung: Spielereien

entweder warmes Licht ...

... oder zugeschaltetes Helles ;-)





Im Doppelboden hatten wir immer nur einen 90er Wassertank eingebaut, rechts mit den blauen Zurrgurten zu sehen, größtenteils unter der Nasszellenwanne. Den gewonnenen Platz in der Mitte der Kabine war für uns der ideale Stauraum für den schweren Proviant. In der Kabine vorne unten mittig. Die unteren Schränke in der Küchenzeile reichen bis auf den Kabinenboden hinunter, also 30 cm tiefer als der begehbaren Boden. Stauraum satt für Lebensmittel.



Kurbelhubstützen, bzw. Zahnstangenwinden von haacon

Wichtigste Planungshintergründe der Inneneinrichtung waren:

- Platz für vier Personen, sowohl beim Schlafen und Sitzen , als auch für Stauräume von Kleidung und Lebensmitteln. (Unterwegs waren wir dann jahrelang mit drei Kindern)

- Wenn so eine "riesen Kabine", -dann Gewicht der Kabine so klein wie möglich halten, natürlich aber auch so groß wie nötig. Das heißt für mich, das der Schwerpunkt nach unten und vorne muß. Die zwei Batterien (88Ah für Kompressorkühlschrank mit 90 Liter & 45Ah für Licht und sonstiges) stehen direkt an der vorderen Wand. Dahinter in der Mitte die zwei Wassertanks (90 & 65l), aus PE wegen dem Gewicht. Der Kühlschrank steht links auch direkt an der Vorderwand. Wegen des besseren Raumgefühls entschieden wir uns in der Raumaufteilung für eine Hecksitzgruppe mit "Nasszelle" vorne rechts. Der Toilettenraum an dieser Stelle war das größte Problem, da hier knapp zwei m³ LEER sind. Also kamen die Wassertanks darunter und dahinter die zwei 5kg Gasflaschen. so sind die "schweren" Sachen allesamt vor der Hinterachse, um den langen hintern Überhang zu kompensieren. Möbel sind aus Pappelsperrholz gefertigt. Die Seitenwände 8 - 12 mm stark, Einlegeböden und die Fronten 6 - 8mm. Nur die Arbeitsplatte ist aus Birke, wegen der besseren Druckempfindlichkeit. Ich warte immer noch, bis mir so ein Türlein mal davon fliegt, aber bis dato halten sie ;-)

- Außenstauklappe für Campingstühle, Tisch und Kinderspielsachen, die in den Doppelboden kommen. 


Maße und Gewichte:

LandRover 130 HCPU DoKa original : 

Leergewicht 2220kg

              VA 1220kg       

              HA 1000kg

gewogen 4/04 mit Tank 1/2voll, ohne Fahrer, mit Pritsche, mit Plane und Sandblechen



LandRover nach dem Pritschen-Umbau:

Leergewicht 2220kg

               VA 1320kg

               HA 900kg

gewogen 8/09 mit Tank 1/4voll, mit Fahrer, ohne Pritsche



Fahrzeug/Womabil :

Gesamtlänge 6,05m

Breite 2,04m ohne Markise

Höhe 3,1m

Leergewicht mit Rohkabine 2,7to (gewogen bei der TÜV-Abnahme)

Reisefertig beladen 3,1to

gewogen Radweise : vo li 640kg           vo re 570kg

                                hi li 880kg           hi re 910kg

                beladen mit Fahrer, Diesel 3/4 voll, Wasser 60L gefüllt,

                Gas und reisefertig eingeräumt. Fehlten noch die Beifahrerinnen ;-)

Womabil - Kabine:

Bodenlänge Innen 2,6m

Bodenbreite Innen 1,95m zum Querschlafen

Innenhöhe 2,17m incl Doppelboden mit ~30cm

                                 ergibt ~1,85m Stehhöhe

Alkovenlänge Innen 2,05m

Alkovenbreite Innen 1,95m zum ggf Querschlafen

Alkovenhöhe ~90cm

Wand und Dachstärke 41mm 2mmGFK / 37mmPU / 1,5mmGFK

Bodenstärke 52mm 3mmGFK / 37mmPU / 12mmSperrholz